Vorwort

Um Heutzutage den steigenden Anforderungen bei Feuerwehreinsätzen gewachsen zu sein, bedarf es einer Vielzahl an Einsatzmitteln.
Auf den nächsten Seiten möchten wir Ihnen ein Auszug der wichtigsten Einsatzmitteln der Feuerwehr Spital am Pyhrn präsentieren mit denen, im Fall der Fälle, eine rasche und professionelle Hilfeleistung möglich sein sollte.

Hydraulisches Rettungsgerät

Wird Hauptsächlich bei Verkehrsunfällen verwendet um eingeklemmte Personen aus den Unfallfahrzeug zu befreien.
Das Gerät besteht aus einer elektrisch angetriebenen Hydraulikpumpe, Verbindungsschläuchen und den Arbeitsgeräten. Diese sind die „Bergeschere“ um zum Beispiel, das abtrennen des Fahrzeugdaches zu ermöglichen. Weiters der sogenannte „Spreitzer“, um verkeilte Türen zu öffnen und der „Rettungszylinder“ mit dem es möglich ist das Armaturenbrett zu heben um den Fußraum zugänglich zu machen.
Der Umgang mit diesen Geräten erfordert ein hohes Maß an Routine und Können. Dieses wird natürlich immer wieder bei Übungen vertieft. Auch die fortschreitende Entwicklung bei den Sicherheitsfeatures in den Fahrzeugen stellt eine immer größer werdende Gefahr für die Einsatzkräfte dar. Nicht ausgelöste Airbags können für den Helfer und auch für den Verletzten eine tödliche Gefahr darstellen, da es während der Bergungsarbeiten zu einer plötzlichen Auslösung dieser Systeme kommen kann. Darum ist bei Übungen und Schulungen nicht nur der Umgang mit dem Bergegerät wichtig, sondern genau so erforderlich auf Entwicklungen im Bereich der Sicherheitseinrichtung im Fahrzeugbau einzugehen.
Die Feuerwehr Spital verfügt über 2 Stück Hydraulischer Rettungsgeräte. Eines im RLF-A und das zweite im LFB-A1.

Tragkraftspritzen

....oder einfach auch Pumpen genannt, sind der erste Teil einer Wasserversorgung. Mit ihnen wird mittels Saugschläuchen Wasser aus Bächen (vorausgesetzt genügend Wasser), Hydranten oder Löschbehältern gesaugt und weiter in Druckschläuchen gepumpt.
Bei längeren Schlauchleitungen ist es möglich mehrere Pumpen in der Leitung zu positionieren um auch abgelegene Objekte zu erreichen. Der Abstand der Tragkraftspritzen untereinander, bei der sogenannten Relaisleitung, hängt von der Schlauchlänge und dem Höhenunterschied ab und sollte möglichst genau errechnet bzw. geschätzt werden. Diese oben genannten Abstände werden bei Übungen ermittelt und dokumentiert.
Tragkraftspritzen werden von Benzinmotoren angetrieben. Die Feuerwehr Spital besitzt 2 Stück des Herstellers Rosenbauer. Diese werden im LFB-A1 (Fox 1) und im KLF-A (Fox 2) mitgeführt.

Daten Rosenbauer Fox 1:
           - Baujahr 1988
           - Motorleistung: 33 kw / 45 PS
           - Förderleistung: 1200 l/min bei 10 bar
           - Gewicht: ca.: 160kg
           - Standort: LFB-A1

Daten Rosenbauer Fox 2:
           - Baujahr 2002
           - Motorleistung: ca.: 36 kw / 49 PS
           - Förderleistung: 1400 l/min bei 10 bar
           - Gewicht: ca.: 180 kg
           - Standort: KLF-A

Stromerzeuger

Wie der Name schon verrät erzeugt das Gerät Strom um bei Einsätzen, zum Beispiel in der Nacht, Energie für die in den Fahrzeugen eingebauten Lichtmasten zu haben. Weiters können Bergegeräte wie das Hydraulische Rettungsgerät oder Trennschleifer (Flex) nicht ohne Strom betrieben werden. Somit ist der Stromerzeuger ein sehr wichtiges Einsatzmittel ohne diesen ein technischer Einsatz, vor allem in der Nacht, fast undenkbar wäre.
Die Feuerwehr Spital besitzt 2 Stück Tragbare Stromerzeuger, jeweils in den Fahrzeugen RLF-A und LFB-A1. Die Geräte werden mittels Benzinmotor angetrieben. Weiters ist im KRF-S ein Generator eingebaut der mittels Nebenantrieb angetrieben wird.
Um auch die Stromversorgung im Zeughaus sicherzustellen wurde ein dieselbetriebenes Notstromagreggat fix eingebaut. Dieses versorgt bei Ausfall der herkömmlichen Energieversorgung die Haustechnik (Licht, Toranlage, Heizung, Schrankenanlage, Server), WAS Alarmierungssystem und die Sirene.

Hochleistungslüfter

Brandrauch stellt oftmals die Feuerwehr vor erhebliche Probleme. Um die Sichtverhältnisse für die vorrückenden Einsatzkräfte zu verbessern wird hierfür ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Dieser wird hauptsächlich im Eingangsbereich des Brandobjektes positioniert und in Betrieb genommen. Der somit entstehende Überdruck im Gebäude drückt den Rauch aus diesem. Vorher sollte durch die Feuerwehr ein oder mehrere Fenster geöffnet werden um den Rauch ein leichtes Abziehen zu ermöglichen. Die so entstehende Rauchfreie Zone kann auch zur Evakuierung von Personen genutzt werden.

Be- und Entlüftungsgerät

Dient zum Be- und Entlüften von Räumen in denen Rauch, Gase, oder Staub (z.B. bei Bauarbeiten, Schweißarbeiten) vorhanden sind. Mit einen Formstabilen Schlauch (Spirallutte) ist es möglich das Gerät außerhalb des Gebäudes zu positionieren und nur den Schlauch in den betroffenen Raum zu legen und somit den Be- bzw. Entlüftungsvorgang durchzuführen.
Zusätzlich kann das Gerät mit einem Schaumaufsatz eingesetzt werden um innerhalb kürzerster Zeit eine große Menge sogenannten Leichtschaums zu erzeugen. Damit ist es möglich Räume komplett mit Schaum zu füllen und somit Brände (z. B. mit Gefährlichen Stoffen) zu ersticken. Aufgrund der geringen Wassermenge die zur Schaumerzeugung benötigt wird, kann die Gefahr von Wasserschäden verringert bzw. verhindert werden.
Dieses Gerät wurde Anfang der 90-ziger von der Fa. Dana und Fa. Mark gemeinsam angekauft und der FF Spital zur Verfügung gestellt.

Leistungsdaten:
           - Drehzahl: 2800 U/min
           - Volumenleistung Luft: 10 000m³/h
           - Volumen Schaum: 50m³/min

 

Hebe- und Dichtkissen

Auch hier verrät der Name bereits über deren Funktion. Hebekissen dienen zum Anheben von Fahrzeugen oder Schweren Gegenständen um eventuell darunter befindliche Personen zu bergen. Die Kissen werden unter das zu hebenden Objekt geschoben und dann mittels Pressluft aufgeblasen. Danach wird der Gegenstand mit Kanthölzern gesichert um ein abrutschen über die aufgeblasenen Kissen zu verhindern. Sollte nun die Hubhöhe noch zu gering sein, besteht die Möglichkeit, 2 Kissen übereinander zu platzieren und erneut aufzublasen und so die erforderliche Höhe zu erreichen.
Die Feuerwehr Spital verfügt über 6 Stück Hebekissen die über eine Hubkraft von 10 bis 24 Tonnen verfügen.

Leckdichtkissen:
Wird benötigt wenn an Behältern, Flüssigkeit austritt. Das Kissen wird an die beschädigte Stelle aufgelegt und mittels Spangurte festgezurrt. Danach wird das Dichtkissen aufgeblasen und somit sollte die Leckage abgedichtet sein. Jedoch ist das Anbringen der Kissen nur bei dementsprechenden Bedingungen (Auflagefläche, größe des Lecks,..) möglich und somit nur bedingt einsetzbar.

Kanaldichtkissen:
Ermöglicht das abdichten von Gullys oder Kanälen um das Einlaufen von gefährlichen Flüssigkeiten zu verhindern. Dazu wird das Kissen in das Rohr eingebracht und aufgeblasen.

UHPS Hochdrucklöschsystem

Nach dem Neuzugang des RLF-A im Jahre 1998, verfügte die Feuerwehr Spital über 3 Stück Hydraulische Rettungsgeräte. Im Jahr 2002 wurde der Ausbau des alten Bergegerätes (Baujahr 1985) aus dem KRF-S beschlossen. Da das Fahrzeug des Typs „Puch G“ noch in einen hervorragenden Zustand war und nun Platz frei wurde, entschied man sich für den Einbau eines „UHPS“ (Ultra High Pressure System) in das Fahrzeug.
Das Löschgerät aus dem Hause Rosenbauer wurde im Jahr 2003 auch von diesem in das KRF-S eingebaut. Zusätzlich wurde ein 200 Liter Wassertank installiert, um nicht von einer externen Wasserversorgung abhängig zu sein.
Das Gerät funktioniert dem Prinzip ähnlich wie ein Hochdruckreiniger. Der hohe Druck (bis zu 100 bar) sorgt für eine feine Zerstäubung des Löschwassers und somit wird auch Wasserverbrauch sehr gering gehalten. Das wiederum führt zu geringen Wasserschäden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit mittels eines eingebauten Zumischers, Schaum zu erzeugen. Auch die Schlauchlänge von 60 Metern erlaubt eine hohe Flexibilität. Das Gerät wird von einem 16 PS Benzinmotor angetrieben.

Wärmebildkamera

Dient hauptsächlich als Hilfsmittel bei Einsätzen mit starker Rauchentwicklung um verletzte Personen oder auch verborgene Brandherde ausfindig zu machen.
Das Gerät zeigt seinem Anwender anhand eines Bildschirmes die vor Ihm liegende Umgebung an, auch wenn diese extrem verraucht sein sollte. Die Kamera misst die Oberflächentemperatur an der anvisierten Stelle und stellt kleinste Temperaturunterschiede in verschiedenen Schwarz-Weiß Tönen dar. Weiß bedeutet hohe Temperatur, im Gegensatz zu Schwarz das logischerweise für niedrige Oberflächentemperatur steht. Somit ist es möglich anhand der Kamera, eine am Boden liegende Person oder auch einen Brandherd von deren Umgebung zu Unterscheiden.
Weiters besteht die Möglichkeit bei Waldbränden unterirdische Brandherde (Wurzelbrände) zu lokalisieren und diese effizient zu Bekämpfen.
Im Zuge des Ausbaues der A9 Pyhrnautobahn mit ihren unzähligen Tunnels im Süden von Oberösterreich wurden viele Portalfeuerwehren mit Wärmebildkameras ausgestattet. Auch die Feuerwehr Spital erhielt im Jahr 2004 ein Gerät.

Bild 2 = Normalansicht

Bild 3 = Blick durch die Kamera, man Beachte die, durch die Sonne, aufgewärmten    

Garagentorelemente

Funkgeräte

Sind das wichtigste Kommunikationsmittel der Feuerwehr. Vor allem bei Großereignissen wäre eine Koordination der Einsatzkräfte ohne Funk nahezu unmöglich. Mit dem Ausfall der Stromversorgung ist bei Naturkatastrophen wie Hochwasser, Sturm oder Lawinen zu rechnen und damit ist das Funksystem auch meistens das einzig funktionierte Mittel um Nachrichten zu übermitteln, da es großteils von der örtlichen Energieversorgung unabhängig funktioniert.
Bei der Feuerwehr kommen 2 verschieden Bauarten von Funkgeräten vor. Erstens das Handfunkgerät und Zweitens das Einbaugerät. Dieses ist Fix im Fahrzeug oder in der Zentrale eingebaut. Zusätzlich unterscheidet man die Geräte in dem „Bandbereich“ in dem sie funktionieren. Bei der Feuerwehr in Oberösterreich wird im 2-Meter Bandbereich gefunkt. Weiters wurde speziell für Tunnels das 70 cm Band eingeführt das wiederum eigene Funkgeräte erfordert.
Für die Feuerwehr Spital ergibt sich ein weiteres Problem aufgrund der geographischen Lage. Spital am Pyhrn liegt an der Landesgrenze zur Steiermark das wiederum im 4-Meter Bandbereich funkt. Somit ist auch hier ein separates Gerät notwendig um mit den Nachbarfeuerwehren im anderen Bundesland in Verbindung zu bleiben.
Natürlich bedarf es beim Funken einer strengen Funkdisziplin die es bei Übungen und Kursen zu erlernen bzw. zu vertiefen gilt.
Bei Verkehrsregelungen oder Parkplatzeinweisung im Zuge von Veranstaltungen verwendet die Feuerwehr Spital eigene Handfunkgeräte die nicht im Frequenzbereich des Feuerwehrfunks arbeiten. Somit entfällt bei diesen Geräten die obengenannte Funkdisziplin.

Die Feuerwehr Spital verfügt insgesamt über:
         - 8 Stück Einbaugeräte in den Fahrzeugen (3 im KDOF)
         - 3 Stück Einbaugeräte in der Zentrale
         - 7 Stück Handfunkgeräte im 2-Meter Bandbereich aufgeteilt in den Fahrzeugen
         - 3 Stück Handfunkgeräte im 70 cm Bandbereich für Tunnelfunk (Standort RLF-A)
         - 5 Stück Handfunkgeräte für Lotsentätigkeiten (kein Feuerwehrfunk)
         - 1 Stück Handfunkgerät im 4-Meter Bandbereich (Feuerwehrfunk Steiermark)

Um auch die Kommunikation in lärmender Umgebung sicherzustellen, besitzt die Feuerwehr 9 Stück sogenannte Helmsprechgarnituren (Lautsprecher und Mikrofon sind im Feuerwehrhelm integriert). Mittels Stecker werden diese mit dem Handfunkgerät verbunden. Dadurch besteht die Möglichkeit das Funkgerät einzustecken und somit beide Hände frei zu haben.
 

Tauchpumpen

Diese werden im Feuerwehrbereich hauptsächlich bei Hochwasser oder Rohrbrüchen verwendet um überflutete Keller oder Schächte auszupumpen. Das Wasser darf aber nicht zu stark „verschlammt“ sein da ansonsten die Funktion der Pumpe stark beeinträchtigt wird. Tauchpumpen werden elektrisch Angetrieben.
Die Feuerwehr Spital besitzt 3 Stück wobei jeweils 1 Stück im
RLF-A und LFB-A1 mitgeführt werden. Das 3. Gerät ist im Depot stationiert und kann auch für private Zwecke ausgeliehen werden. Näheres im Servicebereich.
Die Förderleistung unserer Tauchpumpen liegen zwischen 400l/min bis 1300/min.

Naßsauger

Beim Jahrhunderthochwasser 2002 war auch die Feuerwehr Spital im Einsatz, jedoch noch ohne Naßsauger.
Dieser Umstand änderte sich nach dem Augusthochwasser. Auch die Fa. Dana Türenindustrie war vom anhaltenden Regen betroffen. Damals stand Wasser am hinteren Parkplatz des Betriebes und drohte langsam in das Werk einzudringen. Die Feuerwehr konnte das jedoch verhindern.
Zum Dank wurde der Feuerwehr Spital am Pyhrn ein Naßsauger durch die Fa. Dana Türenindustrie überreicht.

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