Satzung 1895
Satzung 1895
  Der Anlass zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr war der am 16. Jänner 1895 im Sensenwerk Weinmeister, dem heutigen „Lindenhof“, ausgebrochenen Brand. Diesen Brand unter Kontrolle zu bringen, war die größte Schwierigkeit, da es an allen dazu notwendigen Löschgeräten fehlte.
Die treibende Kraft zur Gründung eines Löschtrupps war seinerzeit der Gemeinderat Lungenschmied, der auch einen Antrag beim damaligen Gemeindeausschuss vorlegte. Nach Genehmigung durch den Gemeinderat wurde dieser Antrag in die Tat umgesetzt.
Es erfolgte die Ausschreibung dieser Gründungsabsicht an die Gemeindebürger mit dem Hinweis, dass sich geeignete Männer für den Feuerwehrdienst im Gemeindeamt melden sollten. Prompt meldeten sich an die 40 Männer. Einer Gründung stand personalmäßig also nichts mehr im Wege. Jedoch fehlte es an geeigneten Lösch- und Rettungsgeräten. Schon im Gründungsjahr 1895 wurde eine Ventilhahnspritze mit Saugwerk angeschafft, die auf einem vierrädrigen Wagen gezogen wurde.
 

Nach und nach erfolgte dann die Ausrüstung der Wehr, bis Anfang der dreißiger Jahre die erste Motorkolbenspritze gekauft werden konnte. Da für die verhältnismäßig karge Ausrüstung eine geeignete Einstellmöglichkeit geschaffen werden musste, wurde im Jahre 1920 der den Österreichischen Bundesforsten gehörige so genannte „Zimmermannsstadel“ angemietet, der allmählich zu einem Geräteschuppen aus- und umgebaut wurde. Für die Ordnung im Zeughaus sorgten damals die Gerätewarte Josef Zalle und Jakob Duchkowitsch.   Zeughaus 1920 - 1954
Zeughaus 1920 - 1954
 

Spritzenwagen 1940
Spritzenwagen 1940
  Innerhalb der Feuerwehr bestand auch eine Rettungsabteilung unter der Führung von Agapitus Stummer und Johann Neubauer. Es stand ihnen eine mit einer Zeltplane überdachte fahrbare Krankentrage zur Verfügung. Diese Art des Krankentransportes währte im Jahre 1920 bis 1948. Ein Mannschafts- und ein Spritzenwagen, von Pferden gezogen, waren bis zum Jahr 1949 im Einsatz. Der Bereitschaftsdienst für den Feuerwehreinsatz wurde von der Gemeinde festgesetzt. Die Pferdegespanne wurden wochenweise gewechselt. Zur Verfügung standen folgende Gespanne: Forstamt Spital am Pyhrn, Eck- Schröckenfux, Schürrer, Mausmaier, Lofer und Pacher.
 

Nachdem das seinerzeit gemietete Gerätedopt im so genannten „Zimmermannsstadel“ durch Ankauf von weiteren Ausrüstungsgegenständen, den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde im Jahr 1954 von der Gemeinde Spital am Pyhrn ein eigenes Haus erbaut. Im Jahr 1981 wurden unter dem damaligen Kommandaten Josef Gösweiner, zwei Garagen und ein Schulungsraum dazugebaut. Ebenso finden das Rote Kreuz und der Bergrettungsdienst in dem erweiterten Gebäude ihre Unterkunft.   Zeughaus 1954 - 1981
Zeughaus 1954 - 1981
 

Jungfeuerwehr 1992
Jungfeuerwehr 1992
  Im Jahre 1992 wurde unsere Jugendfeuerwehr unter Kommandant HBI Franz Pirhofer und den Jugendbetreuern BM Josef Steinermayr und BM Johann Koller gegründet.
 

Da wir Anfang der siebziger Jahre auch eine Stützpunkfeuerwehr wurden (Bosruck Eisenbahntunnel) und 1985 auch noch den Autobahntunnel (A9) dazu bekamen wurden Geräte vom Landefeuerwehrkommando zu unserer Feuerwehr verlagert. Da der Platzbedarf auch in dem schon erweiterten Zeughaus zu klein wurde, wurde von der Gemeinde Spital am Pyhrn ein Bau eines neuen Zeughauses in unmittelbarer Nähe des alten Zeughauses beschlossen.

Dieser Neubau konnte im Herbst 2003 seiner Bestimmung übergeben werden.